Papageienmädchen?

„Denkt ans Kino, an die Kitschromane, an die Kataloge der grossen Warenhäuser, an die Wohnblöcke, an zig beliebige babylonische Dinge – und schon seid ihr dem Papageienmädchen auf den Fersen.“

Anna Rossinelli ist alles andere als eine „chica lora“. Neulich rockte sie die Aula der Universität Zürich durch. Schade, dass Alfonsina das nicht erlebt hat, sie hätte ihr Hütchen vor Anna gezogen.

„Ein saftiger und fröhlicher Mund mit leichten Lippenstiftspuren, ein paar ungezogene, dunkle Augen, ein neckisches Hütchen. Das ist das Papageienmädchen.“

„Papageienmädchen“ heisst übrigens eine Kolumne, die Alfonsina Storni am 1. August 1919 in der Rubrik „Feminidades“ der Zeitschrift La Nota veröffentlicht hat. Sie charakterisiert darin Frauentypen auf den Strassen von Buenos Aires. (Meine Seele, S. 154f.)

 

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