Die Biografie

  • Hildegard E. Keller: Wach auf. Das Leben der Alfonsina Storni. Erster Teil. Zürich: Edition Maulhelden, Nr. 5. ISBN: 978-3-907248-05-8. Erscheint im April 2021.
  • Hildegard E. Keller: Frei sein. Das Leben der Alfonsina Storni. Zweiter Teil. Zürich: Edition Maulhelden, Nr. 6. ISBN: 978-3-907248-06-5. Erscheint im April 2021.

Alfonsina Storni (1892–1938) sah sich als «Frau des 20. Jahrhunderts». Im Tessin lebte sie nur vier Jahre lang, in der argentinischen Provinz ging sie zur Schule, allerdings nur bis zum Tod des Vaters. Da beschloss sie, gemeinsam mit ihrer Mutter den Lebensunterhalt der Familie zu sichern.

Die prekäre Situation der Auswanderer und der Geschlechterverhältnisse beidseits des Atlantiks prägte ihr Denken und Handeln. Sie zog nach Buenos Aires, um dort ihr Leben so frei und  selbstbestimmt zu leben, wie es einer ledigen Mutter und berufstätigen Schriftstellerin damals möglich war. Sie machte ihren Weg als Rebellin.

Der erste Teil der Biografie umfasst die Anfänge von Alfonsina Storni im Tessin, ihre Jugend in der argentinischen Provinz, den Neuanfang als ledige Mutter in Buenos Aires, die sich und ihren Sohn mit Gelegenheitsjob durchbringt, ihren ersten Lyrikband und die Jahre, in denen sie ihren Ruf als Dichterin, Kolumnistin und öffentliche Intellektuelle festigt.

Der zweite Teil erzählt von ihrem grossen Traum, dem Theater, ihrer Tätigkeit als Schauspieldozentin für Erwachsene und Kinder, vom Literatur- und Theaterbetrieb in Argentinien, den Cliquen und Grabenkämpfen, der Krise nach der Inszenierung ihres ersten Stücks, dem Neuanfang als Theaterautorin, ihrer experimentellen Lyrik, der Krebserkrankung bis zu ihrem selbstbestimmten Lebensende sowie der Nachwirkung ihres Selbstmords in Mythen, die durch Filme und Lieder gefestigt wurden.